====== 17.10.2025 - Der erste Nagel des Zorns ====== Die Abenteurer versammelten sich im versteckten Gilder-Raum hinter einer falschen Wand aus Weinfässern in Calissias Herberge. Vodochan, der Warden der Iron Guild, leitete das wichtige Treffen und berichtete über die erfolgreiche Wagenrückholung vom Vortag durch Vardrick, Storm und Mel. Ulbar stellte die Würdigkeit solcher Aufgaben in Frage, wurde aber von Vodochan zurechtgewiesen, der betonte, dass auch kleine Taten große Wirkungen haben können. Vodochan teilte entscheidende Informationen über die drei Nägel des Zorns mit - mächtige Artefakte, die Grimdal unsterblich machten. Die Moor-Schwestern hatten den Standort des ersten Nagels identifiziert, was der Gilde endlich eine Chance gab, Grimdal zu schwächen. Er warnte auch vor nahenden Soldaten und Inquisitoren sowie der noch nicht besiegten Mutter Hydra. Nach einem spektakulären Armdrück-Wettkampf zwischen Ulbar und Vara, bei dem Vara den Tisch zerbrach, wurde die Gruppe für die gefährliche Mission zum glühenden Nagel im Vulkangebirge eingeteilt. Am Abend vor der Mission gingen die Charaktere verschiedenen Aktivitäten nach. Vardrick feierte ausgelassen in Cromworths Taverne und führte die Gäste in einem beleidigenden Lied gegen einen Adeligen an, was ihm großes Ansehen bei der Bevölkerung einbrachte. Faye besuchte die Shucked Oyster für zwielichtige Geschäfte, während Ulbar nüchtern blieb und nur Roggenbrot aß. Vara feierte ebenfalls in der Taverne, benahm sich aber so daneben, dass Cromworth sie in eine Vorratskammer einsperren musste. Am nächsten Morgen erwachte die Stadt durch eine große Rauchsäule vom südlichen Teil von Ravencross. Die Shucked Oyster stand in Vollbrand, und die Bewohner rannten mit Eimern herbei, um zu helfen. Die Puffmutter beschimpfte eine Prostituierte namens Opal wegen des Brandes, doch nur Faye wusste die Wahrheit - ihre umgefallene Laterne hatte das Feuer verursacht. Vardrick erwachte verkatert und sah die Rauchsäulen, während Vara aus ihrer unfreiwilligen Gefangenschaft in Cromworths Vorratskammer befreit wurde. Die Gruppe stellte fest, dass Faye ihre Laterne verloren hatte, und besuchte Callcharis' Shop für Dinge. Die müde Callcharis verkaufte ihnen drei hochwertige Fackeln mit rotem Wachs für zweieinhalb Silberstücke mit Gildenrabatt. Vodochan erschien auf der Straße und drängte zum Aufbruch, nachdem er Fackeln und Rationen vor der Herberge bereitgestellt hatte. Er machte sich scherzhaft Sorgen über Varas Neigung, Gebäude abzufackeln. Die achttägige Reise zu den Gebirgen verlief alles andere als optimal. Schlechtes Wetter, gefährliche Fallen und unvorhergesehene Schwierigkeiten plagten die Gruppe. Vardrick verletzte sich schwer an einer Bärenfalle, und Vara wurde zunehmend unsicher wegen der Gefahren der Mission. Als sie die Berggrenze zu Wyrmfell erreichten, heilte Ulbar Wardricks Wunden durch ein mächtiges Gebet zu Sankt Terakne. Das Wunder beeindruckte Vardrick so sehr, dass er seine chaotische Natur ablegte und zu einer neutraleren Gesinnung fand. Nach stundenlanger Suche basierend auf Brangas Vision entdeckten sie ein okkultes Steinportal mit zwei vermeintlichen Statuen. Rauch stieg aus dem Eingang auf, und Ulbar äußerte Bedenken über die Gefährlichkeit des Ortes. Als Faye sich den Statuen näherte, entpuppten sie sich als verwitterte, mit Moos bewachsene Skelette, die sofort zum Leben erwachten und die Gruppe angriffen. Der Kampf war kurz aber heftig. Vara stürmte vor, um Faye zu helfen, wurde aber von einem Skelett schwer verletzt. Vardrick zog Schild und Schwert und kämpfte tapfer, während Faye verzweifelt mit ihrem Enterhaken zu helfen suchte. Schließlich rettete Ulbar die Situation, indem er sein heiliges Symbol präsentierte und beide Skelette durch göttliche Macht vertrieb, die panisch in den Dungeon hineinflüchteten. Die Gruppe betrat den Dungeon und entdeckte diabolische Inschriften am Eingang. Ulbar übersetzte die bedrohlichen Worte: "Hass füttert die Glaubensstärke." Sie folgten einem langen, schmalen Gang mit pulsierenden Lava-Adern an den Wänden, der in eine große Halle mit drei mysteriösen Statuen führte. Eine schwere eiserne Tür versperrte ihnen den weiteren Weg. Als Vara lautstark versuchte, die Tür aufzubrechen, wurden untote Kreaturen auf sie aufmerksam. Ein großer, hässlicher Ghoul und zwei Skelette griffen die Gruppe an. Ulbar vertrieb erfolgreich ein Skelett mit seiner göttlichen Macht, während Vara den Ghoul mit ihrer Keule schwer verletzte. Faye wurde vom Ghoul angegriffen und fiel bewusstlos, doch Vardrick konnte die Kreatur mit seinem Schwert töten. Ulbar zerstörte das verbliebene Skelett und stabilisierte die verwundete Faye. Bei den Überresten der Skelette entdeckte Vardrick einen pentagrammförmigen Stein - ein okkultes Relikt, das als Schlüssel fungierte. Das Artefakt vibrierte und wurde schwerer, je näher es der verschlossenen Tür kam. Als Ulbar es losließ, wurde es magnetisch zur Tür hingezogen und öffnete sie mit einem metallischen Klang. Dahinter lag ein Raum mit zerstörten Waffen-Racks, Skelett-Überresten und einem leuchtenden okkulten Kreis am Boden. Die Erkundung führte sie zu einem glitzernden Raum, dessen Wände wie mit Edelsteinstaub beschlagen funkelten. In der Mitte stand eine Metallkiste auf einem Steinsockel, umgeben von vier Kerzenständern. Vardrick zündete die Kerzen an, und Faye öffnete geschickt die Kiste. Ein Feuerball schoss heraus und löschte alle Kerzen, doch die Kiste enthielt wertvolle Schätze: zwei spezielle Fackeln, Lampenöl und ein rostiges Langschwert mit der Gravur "Temperance" - ein magisches Schwert, das speziell gegen Untote geschmiedet worden war. Weitere Erkundungen führten sie zu einem düsteren Raum mit einem Opferaltar aus schwarzem Basalt. Vier halb geschmolzene Säulen trugen Käfige mit zusammengekrümmten Skeletten, und okkulte Schriftzeichen zierten den Altar. Ulbar vermutete, dass hier Menschen geopfert worden waren. Ein anderer Raum stank nach Metall und Verwesung, übersät mit Knochensplittern und zerbrochenen Waffen, den Ulbar schnell als "sehr bösen Ort" bezeichnete. Durch lange, dunkle Gänge mit glühenden Lava-Adern gelangten sie zu einem kühlen Raum mit einer verwitterten Statue. Ulbar erkannte sie sofort als Darstellung seiner Gottheit Terragnus und fand ein silbernes Heiligsymbol am Boden. Die Inschrift "nur Reinheit kann Hass kontern" gab ihm Hoffnung und Zuversicht für die bevorstehenden Herausforderungen. Die nächste große Halle war von extremer Hitze erfüllt, mit einem Lavagraben in der Mitte und einer schmalen, wackeligen Brücke. Eine gewaltige Statue aus zusammengeschweißtem Metall, Holz und Waffen bewachte die Überquerung mit einem riesigen Schmiedehammer. Vardrick schwang sich mutig mit seinem Enterhaken über den Graben, doch Faye bemerkte, dass die Statue seine Bewegungen verfolgte. Die Statue erwachte plötzlich zum Leben und sprach mit den Abenteurern. Sie erkannte Wardricks Mut an und gab ihm einen magischen Steinsplitter, der sein Schwert mit rot pulsierenden Streifen durchzog und ihm unglaubliche Kraft verlieh. Nach dieser Begegnung versteinerte sich die Statue wieder, und die Gruppe überquerte vorsichtig die knarrende Brücke. Als Ulbar als letzter hinüberging, brach die gesamte Konstruktion zusammen und stürzte in den Lavastrom. In einem versteckten Pausenraum entdeckten sie Spielkarten des beliebten Spiels Umbrik und das Skelett eines unbezahlten Praktikanten. Eine kleine Schatzkiste enthielt Silbermünzen und ein Pergament über geschuldete Gefälligkeiten. Faye fand auch einen wertvollen Feather Fall Zauberspruch-Scroll bei dem toten Praktikanten. Der nächste bedeutsame Fund war ein herzförmiges Konstrukt aus Stahl, das rhythmisch schlug und an Ketten hing. Das mächtige Artefakt strahlte positive magische Energie aus und gewährte Schutz vor Feuer. Vara brach die Ketten und nahm das schwere Herz mit, obwohl es mysteriöse Worte flüsterte: "Metall bleibt, Fleisch verwelkt." In einem Studierzimmer mit Büchern und einem dampfenden Becher wurden sie von zwei Kultisten in Priesterroben überfallen. Die fahlen Gestalten griffen mit tödlichen Flüchen an, insbesondere der "Berührung des Todes". Vardrick wurde schwer verletzt, und trotz Ulvars verzweifelter Heilungsversuche erlag er seinen Wunden. Vara tötete einen Kultisten und verfolgte den anderen, der zu fliehen suchte. Die Gruppe fand schließlich ein massives Stahltor mit der Inschrift: "Der Pfad zum Zorn ist in Fleisch und Glauben versiegelt. Blut nährt die Schmiede, doch das Herz darf unversehrt passieren." Das eiserne Herz begann stärker zu schlagen, als sie sich näherten. Vara trug das Herz vor sich, und das gewaltige Tor öffnete sich, um eine riesige, kathedralenähnliche Höhle zu enthüllen. Die Höhle war erfüllt von Tropfsteinen, Säulen und Lava-Pfützen. Am Ende der Halle leuchtete orange der erste Nagel des Zorns, in die Vulkanwand eingetrieben. Alle roten Lava-Adern der Höhle führten zu diesem mächtigen Artefakt, und die Luft um ihn vibrierte spürbar. Das Tor schloss sich hinter ihnen mit einem endgültigen Klang. Plötzlich stieg eine gewaltige Gestalt von der Decke herab - ein Dämon mit Hörnern, Panzerplatten und lederartigen Flügeln. Seine Haut war von lavaähnlichen Streifen durchzogen, und seine goldgelben Augen funkelten bedrohlich. Er erklärte, dass der Nagel den Zorn eines Gottes binde und jeder Tropfen Zorn, der je in Teyvara vergossen wurde, durch das Eisen fließe. Mit flammenden Ketten bereitete er sich auf den finalen Kampf vor. Der Kampf gegen den mächtigen Dämon schien aussichtslos. Vara griff tapfer mit ihrem Schwert an, während der Dämon mit seinen brennenden Ketten peitschte und Faye bewusstlos schlug. Ulbar kämpfte mit seinem magischen Schwert, wurde aber von den Ketten umschlungen und bewegungsunfähig gemacht. Die Situation schien verzweifelt, als plötzlich das große Tor erneut aufging. Carol, eine Elfen-Hexe in barbarischer Kleidung, erschien wie aus dem Nichts. Sie wirkte einen unglaublich mächtigen Zauber, der den Dämon so sehr einschüchterte, dass er panisch durch die Steindecke floh. Riesige Felsbrocken stürzten herab, als die dämonische Kreatur verschwand, und die Gruppe war gerettet. Mit vereinten Kräften gelang es der Gruppe schließlich, den ersten Nagel des Zorns aus der Vulkanwand zu ziehen. Sie verwendeten Wardricks Enterhaken und zogen alle gemeinsam am Seil. Als der massive Nagel herausgerissen wurde, erloschen alle leuchtenden Adern in der Höhle, und das einst orange glühende Artefakt wurde dunkel und rostig. Die Rückreise nach Ravencross war geprägt von Verfolgung durch Soldaten und Inquisitoren, die spürten, dass die Gruppe wertvolle Fracht bei sich trug. Die anstrengende Flucht schwächte ihre Ausrüstung und Kräfte erheblich. Schließlich erreichten sie Ravencross und übergaben den ersten Nagel des Zorns an Vodochan, der völlig überfordert war mit dem mächtigen Artefakt, das wie ein Magnet für unerwünschte Aufmerksamkeit wirkte.